Schnarchschiene

Wissenschaftliche Studien und schlafmedizinische Untersuchungen (unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, DGSM) belegen, dass individuell angepasste Unterkiefer-Protrusionsschienen (Schnarchschienen) in 80 bis 90 % der Fälle das laute Schnarchen sowie leichte bis mittelschwere Schlafapnoe erfolgreich reduzieren.

Sie besteht meist aus zwei Teilen für Ober- und Unterkiefer. Die Schiene hält den Unterkiefer leicht nach vorne. Dadurch werden auch Zunge und umliegendes Gewebe etwas nach vorne verlagert und die Atemwege im Rachen bleiben weiter offen. Das kann verhindern, dass das Gewebe beim Atmen so stark vibriert und dadurch wird das Schnarchen häufig leiser oder verschwindet.

Schnarchschienen eignen sich besonders für Menschen, deren Schnarchen durch eine Verengung der oberen Atemwege entsteht. Sie können außerdem bei bestimmten Formen einer leichten bis mittelgradigen obstruktiven Schlafapnoe eingesetzt werden. Bei Verdacht auf Schlafapnoe, etwa bei nächtlichen Atemaussetzern, starkem Tagesmüdigkeitsgefühl oder morgendlichen Kopfschmerzen, sollte das vorher ärztlich abgeklärt werden.

Am besten funktionieren individuell vom Zahnarzt angepasste Schienen. Mögliche Nebenwirkungen sind anfangs Druckgefühl an Zähnen oder Kiefer, vermehrter Speichelfluss, trockener Mund oder Beschwerden im Kiefergelenk